Historie - Seeperle

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Historie

Chronik zur Geschichte der Seeperle

Die "Seeperle " war ein original Personenseitenraddampfer, der am 17.07.1892 auf der Werft in Dresden-Blasewitz gebaut und auf den Namen " Graf Molthe "getauft wurde. Der Dampfer fuhr auf der Oberelbe unter der Sächsisch-Böhmischen Dampfschiffahrtgesellschaft (SBDG). 1919 wurde der Dampfer auf den Namen "Lobositz" umbenannt. 1936 wurde der Dampfer anläßlich des 100jährigen Jubiläums der Personenschiffahrt auf der Oberelbe zur "Königin Maria" , dem ersten Personendampfschiff auf der Oberelbe 1836 , umgerüstet und bestimmte mit seinen Fahrten die Jubiläumsfeiern.
1945 wurde der Dampfer von der Tschechoslowakei beschlagtnahmt (Reparationszahlungen). Dann 1947 aber in gutem Zustand zurückgegeben. 1948 Umbenennung in "Königstein ", in Fahrt bei der "Weißen Flotte Dresden ". 1971 wird der Dampfer ausgemustert und im Mai 1972 nach Aken überführt. Hier werden Kessel und Maschine verschrottet und der Schiffskörper in zwei Teilen zerlegt. Die ehemalige KG-Eisleben kaufte den Schiffskörper und setzte ihn an das Nordufer des "Süßen Sees" in Seeburg. Vier Monate brauchte man um den ehemaligen Elbedampfer "Königstein " für die Jungfernfahrt auf dem Trockenen startklar zu machen. Am 7. Juli 1973 war es dann so weit, das Schiff wurde nach einer Umfrage auf den Namen "Seeperle " getauft.

Seitenradddampfer „Graf Moltke“
der Sächsisch-Böhmischen Dampfschiffahrtsgesellschaft Dresden (SBDG)
Baujahr 1892, Baunummer 45 der Werft Dresden-Blasewitz

Schiffsnamen: 1892 Graf Moltke

1919 Lobositz
1936 Königin Maria
1948 Königstein
1973 Seeperle

Technische Daten: Länge ü Deck 54,18 m
Breite ü Deck 4,82 m / ü Seitenräder 9,77 m
Tiefgang, leer 0,46 m / beladen 0,72 m
Tragfähigkeit 103 t / Fahrgäste 621 Personen
Maschine u Kessel: oszillierende 2 Zylinder-Dampfmaschine mit Einspritzkondensation,

Fab.-Nr.4 110 PS, Zylinderdurchmesser 620 mm, 705 mm Hub, 36 U/Min, Werft Blasewitz

2 Flammen-Kofferkessel, Bj. 1891, Fab.-Nr. 571 der Sächs. Dampfschiff- u. Maschinenbauanstalt der Österr. Nordwest Dampfschifffahrtsgesellschaft Dresden-Neustadt
Schaufelräder Patenträder D = 3,80 m, 10 Holzschaufeln (2,24 m x 0,48 m)

Zeittafel:
1907/08 Überholung von Schiff und Maschine, Werft Laubegast 1912/13 Reparaturen am Schiff und Maschine, Werft Laubegast 1926/27 Einbau einer Handsteuerwinde auf der Kommandobrücke

1928/29 Einbau einer Dampfsteuermaschine Typ SS13 Bauj. 1928,

Fb-Nr. 5559 geliefert von Deutsche Werke Kiel, Werk Friedrichsort
Einbau eines elektr. Beleuchtungsgenerators, Gleichstrom 65V
mit Dampfturbine von Kuhnert Turbowerke Meissen

1929 Das Schiff erhält im Frühjahr den allgemein üblichen weißen Anstrich

1936 Umbau des Dampfers anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Gesellschaft als
historische „Königin Maria“ (Schiff Nummer 01 der SBDG), Werft Laubegast

1945 am 26.98. Übergabe an CSPLO Prag

1947 Rückführung nach Dresden, Überholung Schiff und Maschine, Holzschaufeln werden
durch eiserne ersetzt, Werft Laubegast

1949 am 01.06. Wiederindienststellung des Dampfers als „Königstein“ (III)

1963/1964 Einbau eines Dieselmotors anstelle der Dampfturbine zur Energieerzeugung, Einbau
einer neuen elektr. Beleuchtungsanlage durch die PGH Nord, licht und Elektroblitz
Dresden, Bordnetz nun 220V, Drehstrom/Notstromnetz und 24V Gleichstrom

1966/67 Überholung Schiff und Maschine, ´Neubau der Kommandobrücke aus Eisen, Werft
Laubegast

1969 Anfang Juli außer Dienst, Liegezeit als Reserveschiff im Hafen Dresden- Neustadt, im
Herbst geringfügige Reparatur am Schiffsboden,Werft Laubegast

1971 Schiff wird nicht mehr für den Fahrdienst vorgesehen, Ausbau Dieselmotor,
Maschinenteile und verschiedene Armaturen, Einlagerung in der Werkstatt Dresden-
Neustadt

1972 am 04. Mai wird der Dampfer von einem Schlepper der Binnenreederei zur
Abwrackwerft Aken gebracht, Kessel und Maschine werden hier verschrottet. Der
Schiffskörper wird in zwei Teile zerlegt und über Land nach Seeburg bei Eisleben
transportiert. Am Ufer des Süßen-See dient ein Betonfundament zur Lagerung des
Schiffskörper. Der Auf- und Ausbau zu einem Schiffsrestaurant beginnt

1973 Eröffnung des Restaurants unter dem noch heute bestehenden Namen „Seeperle“
 
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